Konventionelle operative Verfahren

Eine Operation kommt bei fortgeschrittenem Hämorrhoidalleiden in Frage, also im Stadium III oder Stadium IV und bei therapieresistenten Blutungen, sowie bei Misserfolg der konservativen Behandlung.

Operation nach Milligan-Morgan (Offenes Verfahren)

Die Operation wird auch als 3-Zipfelresektion nach Milligan-Morgan bezeichnet. Es werden die 3 grössten Hämorrhoidalpolster entfernt und dann wird die Wunde offen gelassen.

Meistens bestehen nach der Operation während 2-3 Wochen Schmerzen vor allem beim Sitzen und beim Stuhlgang. Die offenen Wunden müssen täglich bis zur völligen Abheilung gepflegt werden. Das bedeutet täglich mehrmaliges Ausduschen (Analduschen) der offenen Wunden.

Die Ergebnisse sind gut. Störungen der Feinkontinenz (Schmieren) können bleiben.

Operation nach Parks (Halbgeschlossenes Verfahren)

Entfernen der 3 grössten Hämorrhoidalpolster und fast vollständiger Verschluss der Wunden.

Bei diesem Verfahren ist die Heilung rascher und weniger schmerzhaft als bei der Operation nach Milligan-Morgan. Die Nachbehandlung ist aber im Wesentlichen gleich wie beim Verfahren nach Milligan Morgan.

Operation nach Ferguson (Geschlossenes Verfahren)

Entfernen der 3 grössten Hämorrhoidalpolster unter vollständigem Verschluss der Wunde.

Vorteile gegenüber der Operation nach Milligan-Morgan oder Parks, sind noch weniger postoperative Schmerzen und noch raschere Heilung.

©Dr. Hunsicker-Schneider 2020